Dienstag, 23. November 2010

Der Trip nach Kannur & Calicut (12.11.10 - 16.11.10)



Nach dem die Taschen gepackt waren, gings mit dem Bus, der mal wieder ne dreiviertel Stunde Verspätung hatte, nach Trivandrum an den Bahnhof. Dort angekommen, warteten Sara, unsere Oberschwester, ich und unser Gepäck weitere zwei Stunden auf die Weiterreise.

Um 19.30 Uhr stiegen wir dann endlich in den Zug der uns nach Kannur bracht. Nachdem uns unsere Schwestern im Schlafabteil des Zugs mit samt unserem Gepäck verstaut hatten, zogen wir den Vorhang zu und reservierten eigenhändig eine 6-er Schlafkabine für uns alleine. Danach packten wir das „leckere“ Abendessen in unserer „Luxuskabine“ aus und verspeisten unser Mahl.
Doch leider hielt das Glück nicht lange, denn dann kam auch schon der Schaffner und wies uns eine 2-er Kabine zu…die sehr, sehr, sehr eng war!
 









Anfangs war es noch etwas unheimlich in diesem Abteil, weil fast nur Männer drin waren. Deswegen quetschten Sara und ich uns auf eine Liege…aber nicht lange- denn uns fiel auf, dass wir unser Gepäck schlecht draußen auf dem Gang stehen lassen konnten. Also hieß es Abschied nehmen. Doch da stellte sich das nächste Problem: wie sollte Sara in die obere Kabine kommen??? Also beobachteten wir noch kurz einige Inder wie sie sehr elegant in die obere Kabine gelangten und Sara war klar, dass sie so auf gar keinen Fall da hoch komme. Zum Glück entdeckte ich dann hinter dem Vorhang eine „Leiter“. Problem gelöst ;)
Jeder richtete sich nun sein eigenes Nachtlager ein und versuchte wenigstens für ein paar Stunden zu schlafen. Was außer einer kurzen Unterbrechung mitten in der Nacht auch ganz gut gelang.

Um fünf Uhr morgens klingelte dann der Wecker und da wir ja nicht wussten wo wir uns befanden, packten wir schnell alles zusammen und stellten uns an die Zugtür, die ich während der Fahrt öffnen musste, damit wir sehen wo wir aussteigen müssen.
Nach weiteren 40 Minuten erreichten wir den Bahnhof in Kannur.
Als wir aus dem Zug ausstiegen und Richtung Taxi liefen, sahen wir viele schlafende Menschen die am Boden lagen und auf ihren Zug warteten.
Noch bevor die Sonne aufging erreichten wir dann das „Mutterkloster“ unseres Klosters, welches echt riesig war.
Wir wurden herzlich begrüßt und auf unser Zimmer geführt… Wir schauten uns im Zimmer um und ich sage euch es war nicht gerade sauber, aber für eine Nacht würde es schon gehen :)


Dann wurde der Vorhang wurde auf die Seite gezogen und ich sah DAS MEER, somit war der ganze Dreck vergessen.:) Unglaublich- ein Zimmerchen direkt mit Meerblick.
Mir war zwar klar, dass Kannur am Meer liegt, aber dass das Kloster direkt am Meer liegt, war mir nicht klar :D
Sara und ich stiegen sofort aufs Dach und schauten in die Weiten des Meeres und sahen den ersten Sonnenaufgang…






Nach dem Frühstück verbrachten wir eigentlich den ganzen Tag am Meer. Wir saßen an den Klippen, ließen die Seele baumeln, beobachteten die kleine Fischerboote, aßen Kokosnüsse und genossen die warmen Sonnenstrahlen.






Nach der „Tea-time“ versuchten wir erneut unser Glück: Sollten wir es heute endlich schaffen, den Sonnenuntergang am Meer zu sehen???


Nachdem uns dann zwei Schwestern zum Strand brachten, uns auf die Gefahren des Meers hinwiesen und sich zum 100. Mal versicherten, dass wir keine Angst hatten alleine zu bleiben, gingen sie zurück.







Juhuuu, alleine am Strand!!!


Da wir es nun gewöhnt sind, nicht mit Badekleidung ins Meer springen zu können, liefen wir einfach bis zu den Knien mit unseren Kleidern rein. Nachdem wir uns genügend abgekühlt hatten, schlenderten wir am Strand entlang und sammelten Muscheln… ;)


Um auf den Sonnenuntergang zurück zu kommen: es war mal wieder zu wolkig, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf hier einmal in sechs Monaten einen Sonnenuntergang am Meer zu sehen.


Wieder zurück im Kloster aßen wir mit 100 Schwestern zu Abend…
Danach war auch schon Schlafenszeit angesagt…



Am nächsten Tag saßen wir gleich wieder nach dem Frühstück an unserem Lieblingsplatz am Meer. Wir genossen zum letzten Mal den wunderschönen Ausblick und entspannten ein bisschen…















Mittags besuchten wir eine Kirche. Auf dem Weg dorthin lernten wir die reichere Seite von Kerala in Form von RIESIGEN HÄUSERN und gepflegten und sauberen Gärten kennen. Die Häuser waren/sind sogar für unsere Deutschen Verhältnisse groß.

Zum Abschied gab es dann noch mal eine frische Kokosnuss und Kokosnussmilch (das hat mich gleich an Spanien erinnert ;)) und von der Oberschwester eine Einladung nach Rom, wie auch nach Afrika und Brasilien auf die ich gerne zurückkommen werde ;)

Wir stiegen mit Sr. Caroline und ihrer echten Schwester, Dr. Sr. Fernanda in das Taxi welches uns zum Bahnhof fuhr. Dort wartete eine zwei- stündige Zugfahrt nach Calicut auf uns….


Calicut, ein unvergesslicher Aufenthalt

Wir kamen bei Dunkelheit in Calicut an. Dort fuhren wir mit einem Chauffer des Krankenhauses (Dr. Sr. Fernanda ist dort ein sehr hohes Tier ;) ) durch die Stadt, die wunderbar geschmückt war und uns in ein buntes Lichtermeer eintauchen lies.
Etwas außerhalb der Stadt wartete direkt neben dem Krankenhaus unsere Unterkunft auf uns.
Und ich muss sagen: es war eine Luxusunterkunft. Das Gebäude wurde erst im August 2010 fertiggestellt und so sah es dort auch aus. Es war sauber, es bröckelte kein Putz von den Wänden, der Boden war blitze blank sauber und wir hatten sogar einen geschlossenen Kleiderschrank. Das Highlight dieses Zimmers verbarg sich aber hinter einer Tür- das Badezimmer mit WARMEN Wasser. Wir konnten zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten mit warmem Wasser uns duschen…einfach göttlich!!!
Nach dem Abendessen verkrochen wir uns ins Bett, in dem wir zum ersten Mal außerhalb richtig gut geschlafen haben. (Es lag wohl daran, dass wir keine Angst haben mussten, von Kakerlaken, Geckos, Moskitos und anderem Ungeziefer angegriffen zu werden.)

Am nächsten Morgen, nach dem wir großzügiger Weise bis um halb acht AUSSCHLAFEN durften (?), gabs ein wahnsinnig leckeres Frühstück mit viel Obst und göttlichem Kaffee!!!
Nach dieser Stärkung trafen wir auf den frisch- Fischlieferanten und dann gings dann auf Entdeckungsreise.


 
Wir holten Dr. Sr. Fernanda von ihrer Unterkunft, die von MISEREOR Deutschland gestiftet wurde, ab um mit ihr das Krankenhaus zu besichtigen.
 




Los gings mit dem Gebäude, in dem die Krankenschwestern und Pfleger ausgebildet wurden.







 Anschließend brachte sie uns zur Gynäkologischen Station. Dort lernten wir kurz die Schwestern kennen, liefen durch verschiedene Räume und Gänge bis wir schließlich vor dem Kreissaal standen. Dort wurden wir dann gefragt, ob wir bei einer Geburt dabei sein wollen- doch ehe wir antworten konnten, standen wir mitten im Kreissaal. Dort standen mehrere, hmm, wie soll ich das jetzt nennen… es waren keine Betten, es waren keine Liegen… ich nenn es jetzt einfach mal Platten mit dünnen Metallfüßen dran, die mit einem Vorhang voneinander getrennt wurden. Auf dem ersten Bett lag eine schwangere Frau, die eine Infusion bekam und wohl auf die Geburt ihres Kindes wartete- während neben ihr die andere Frau mitten bei der Geburt war…nach drei oder vier kurzen, nicht lauten Schreien hielt auch schon die Krankenschwester das Kind am Fuß und durchtrennte die Nabelschnur. Danach brachte sie das Baby in ein Bettchen, welches unter einer Art Wärmelampe stand und wusch das Blut weg. Das Baby verkündete lautstark durch seine Schreie, dass es nun auch das Tageslicht erblickt hat!
Man kann einfach nicht die richtigen Worte für so ein Wunder finden, um es nur annähernd so beschreiben zu können, wie man es erlebt hat!!! Es war ein unbeschreibliches und atemberaubendes Erlebnis.
Danach jagte ein Erlebnis das Nächste.
Wir sahen ein drei Tage altes- und ein ein Tag altes Baby, waren bei der täglichen Visite auf einer anderen Station dabei, besuchten ein Heim für geistig- und körperbehinderte Männer, waren kurz bei der Sprechstunde von Dr. Sr. Fernanda und erlebten drei Ultraschall- Untersuchungen bei Müttern, die jünger waren wie wir!
Es war so toll die kleinen Finger zu sehen, wie es den Mund öffnete oder den Herzschlag zu hören, ich war echt überwältigt :)




Krankenwaagen





Krankenzimmer




Der Krankenhausflur Blog B




 Das neue Krankenhausgebauede









Nachdem wir all diese Erlebnisse beim Mittagessen noch einmal Revue passieren ließen, gings schon wieder weiter im Programm. Wir machten uns fertig für die Stadt, in der wir Postkarten kaufen wollten…
Richtig gelesen: WOLLTEN. Denn es scheint hier im Süden Indiens absolut keine Postkarten zu geben- aber wir geben noch nicht auf… vielleicht findet sich ja mal ein Laden, der Postkarten führt.
Nach diesem erfolgreichem Shoppingergebnis fing es auch noch an, wie aus Eimern zu schütten…doch nicht genug- der Bus war auch noch mehr als überfüllt und an jeder Bushaltestelle stiegen immer neue Leute hinzu- ganz nach dem Motto: Einer geht noch ;)
Während der ganzen Fahrt überlegten wir uns einen Fluchtplan, wie wir aus diesem Gedränge wohl wieder rauskommen würden- uns fielen die absurdesten Dinge ein…doch zum Schluss mussten wir den Plan „Augen zu und durch“ nehmen.

Taschen gepackt, uns verabschiedet und dann gings auch schon wieder im Nachtzug zurück nach Hause in einem Abteil voller Männer…


-So Ende für heute-





Bis bald ♥
Eure Sarah







Freitag, 19. November 2010

Sara und Sarah das erste Mal allein unterwegs :)


Am 21. Oktober klingelte um ca. 8.oo Uhr morgens mein Handy und der liebe Msrg. Christudas war dran.
Er sagt wir könnten heute Abend nach Ernakulam fahren und da solange bleiben wie wir wollen, er anrangiert alles :)( das tut er übrigens immer).

Also ging es am 21. Oktober um 21.oo Uhr los in Richtung Ernakulam.
Nach eines sehr wilden und auch schnellen sechs stündigen Fahrt, mit Driver John,  kamen wir völlig müde, fertig aber auch gespannt in unserem Hostel an.
Wir bezogen ein sehr sauberes, schönes und klimatisiertes Zimmer.

Nach ein paar Stunden Schlaf starteten wir den Tag mit einem Frühstück in der Mensa.
Dann ging es mit der Rikscha nach Kochi zur Besichtigungstour :)

 




 
































 

















Ein Highlight des Tages, außer das tolle Meer und Kochi war, dass wir das  erste Mal alleine Essen gingen :) Dort gab es dann lecker Paratta mit Chicken oder für Sara nur Gemüse, da Sara ein Indienvegetarier geworden ist :) Dazu -ihr werdet es nicht glauben: FRISCH GEPRESSTN ORANGENSAFT. Ich dachte das kann man nicht mehr Toppen, doch dann entdeckten wir ein kleines KAFFEE, wo es dann, wie es in einem Kaffe halt so üblich ist, lecker lecker Kaffee gab, ala Starbucks. Seit nun fast einem Monat war das der erster Kaffee mit lecker Chocobrownies. Wir waren überglücklich :)




Und abends gings dann noch zu einer Kathakali- Aufführung, es ist ein Tanzdrama aus Kerala das nur von Männern aufgeführt wird. Dabei werden Hände und Gesicht der Tänzer geschminkt, wobei jede Farbe eine andere Bedeutung hat. So ist z.B. grün die Farbe der Götter- und Heldenfiguren.
Sie tragen weite Reifröcke und drücken dem Ablauf des Spiels mittels Mimik, Gestik und Körperbewegung aus. Dies wird noch mit lauten Trommelklängen untermalt. Dabei wird nichts gesprochen sondern nur 400 verschieden Ausdrucksmöglichkeiten eingesetzt.






Am nächsten Tag fuhr uns der Rikscha Driver 3,5 Stunden durch einen wunderbaren Wald mit vielen Palmen und anderen Bäumen zu einem riesigen Wasserfall. Während der Fahrt wurden wir so was von durchgeschüttelt, dass war vllt. ein Spaß :). Dort angekommen sahen wir unsere ersten freien Äffchen. Hier fühlte ich mich nicht so sehr wie ein Tourist, da die Inder selbst dahin kommen um den Wasserfall zu besichtigen. Also waren wir da einfach zwei unter vielen Touris:)


Wir legten an diesem Tag 130 km zurück und brauchten dazu ca. 7 Stunden. Ihr könnt euch dann mal vorstellen wie schnell so eine Rikscha fährt.:)










Der letzte Tag des kleinen Trips, diesmal mit dem Taxi,  führte uns zum Guruvayoor Tempel, wo zwar nur Hindus Eintritt in die Mitte des Tempels hatten, aber die anderen Besucher konnten die Außenanlage und die heiligen Elefanten besichtigen.
Es war brühend heiß an diesem Tag und auch sehr viel los und Sara und ich wussten nicht so recht, was wir tun durften oder was verboten war. Nach langem hin- und herirren fanden wir das ersehnte Schild auf dem Stand das man das Tempelherz als nicht Hindu nicht betreten durfte und dies dann auch nur barfuss, was erklärte warum zig Schuhe überall herumlagen. Es stand auch noch darauf das, dass Fotografieren strickt verboten ist,…. Ehm nunja ich würde mal sagen zu späääät :)


Weiter ging es dann zu einem Elefantenzoo, wo es wie der Name schon sagt ganz ganz viele Elefanten zu sehen gibt.
Dort sah man große und kleine Elefanten, Elefanten die aßen, die schliefen, die lachten und wir sahen sogar ein Elefant wie er gerade gewaschen wurde. Er lag ganz entspannt da und lies sich mit der Bürste den Rücken schruppen und als die Pfleger hopp riefen stand er auf. J
Da wir in Begleitung unseres Fahrers den vorgeschriebenen Weg verließen, kamen wir den Elefanten sehr nah. Sara war ihnen sogar so nahe das sie dort in Elefantensch**** lief :) :) Musste ich lachen :) :)





Wieder im Hostel angekommen verspürten wir Hunger, da den ganzen Tag keine Zeit für Essen blieb. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg um ein kleines Restaurant zu finden in dem wir unser Lieblingsessen Paratta bekamen.
Da es ein bisschen mulmig zu mute war, da wir das erste Mal in einer fremden Stadt allein unterwegs sind gingen wir gleich ins erste hinein. Wir hatten Glück und so aß jeder von uns seine letzte Portion, zumindest wieder für eine Weile, von unserem Lieblingsessen.
Da bis jetzt alles so super lief wurden wir mutiger und wollten nun auch auf den kleinen Markt den wir beim herfahren entdeckt hatten.
Wir suchten also den Rikschafahrer der uns auch schon an den ersten zwei Tagen chauffiert hatte. Ok, gesucht und gefunden, kein Problem.
Doch hatte ich erwähnt, dass dieser kein Wort Englisch verstand sondern nur Malayalam sprach? Ihr könnt euch also vorstellen was für kleinere und auch größere Probleme das schon bei den zwei Tagestouren gab, aber ihm zu erklären das wir jetzt so spät am Abend noch auf einen Markt wollten um ein bisschen einzukaufen das erforderte große Anstrengungskraft und Kreativität.
Nachdem ich ihm mit Händen und Füßen unseren Wunsch verdeutlichen wollte und er mich immer noch irritiert ansah zückte ich Stift und Papier und zeichnete ihm einen Marktstand und Obst.
Wer meine künstlerischen Talente kennt, weiß dass das die Verständigung nicht gerade erleichterte, denn Sara war kurz vor einem mega Lachanfall und der Fahrer sah noch irritierte aus. Ich hatte schon fast aufgegeben als ein Mann kam und fragte ob er uns helfen konnte. Wir erklärten das Problem und er managte das für uns. Ja warum denn nicht gleich so? :)

So waren Sara und ich also das erste Mal alleine auf einem Markt, wir waren überglücklich, da wir seit einem Monat nicht mehr allein irgendwo waren, sondern immer von Schwester, Pfarrern oder Fahrern  umgeben waren. Was ja und sonst auch nicht gestört hatte ganz im Gegenteil, aber hier alleine so über den Markt zu schlendern und Obst und Süßigkeiten zukaufen, das war schon ein tolles Gefühl. 


















Zum Abschluss unserer Reise schauten wir uns noch die Rainbowbridge an und naschten unsere ersten selbstgekauften Süßis :).






Morgens um 5.oo Uhr gings es dann schon wieder zurück, diesmal aber mit dem Zug, d.h. fünf Stunden in einem überfüllten Zug fahren, indem andauernd Chaia, Chaia, Chaia oder Coffee, Coffe, Coffe gerufen wurde. UND DAS MORGENS UM 5 !!!!
Da ich aber noch so beflügelt und glücklich über unsere gelungene Reise war, machte mir das alles gar nicht so viel aus und über die Getränkeverkäufer konnte ich auch irgendwann lachen. :)






Zum Abschluss kann ich sagen es war ein toller Trip!


Bis bald ♥
Eure Sarah

Dienstag, 2. November 2010

Der erste Monat :) Teil 2


     Die erste Hochzeit                            

Am 20. und 21. Oktober war es soweit unsere erste Hochzeit:). Eine Lehrerin der Englisch Medium School heiratete. Wir waren ganz aufgeregt und auch froh, dass unsere neuen Churidars von der Schneiderin wieder da waren, denn wir hatten ab sofort maßgeschneiderte Kleider:). Toll wa?
Wieder zurück zur Hochzeit, am 20. Oktober gingen wir mit Sister Sharon und Mother Caroline, schön rausgeputzt zu der Party vor der Hochzeit.






 An diesem Abend war nur die Braut anwesend und wurde mit Geschenken, von Bekannten, Freunden oder auch Kollegen überhäuft. Sie wurde dabei auf Schritt und Tritt von Kameramann, Lightboy und Fotograf begleitet.
Nachdem wir unser Geschenk überreicht hatten, einen Sari, wurde ein Foto von uns mit ihr gemacht und dann gings hin zum Essen. Es gab Curry, Fladen, Bananen und einen süßen Nachtisch, der wirklich sehr süß war.
Dann verabschiedeten wir uns und fuhren zu siebt in einem winzigen Auto zurück zum Convent. :)











Achja und viele Menschen machen auch viel Müll und da es in Indien keine Mülltrennung und schon gar keine Müllentsorgung gibt, wird der ganze Müll einfach hinter das Haus geworfen und dann irgendwann verbrannt.
Hat man z.B. im Zug oder Auto einen Tee getrunken oder was gegessen wird die Verpackung einfach nach draußen geworfen.
Es steht zwar überall man soll seine Umwelt sauber halten aber es gestaltet sich schwierig wenn es keine oder nur wenig öffentliche Mülleimer gibt.
So viel zum Thema Müll in Indien :)





Am Morgen der Hochzeit, es war ein Donnerstag, bekamen wir Schulfrei :).
Der Gottesdienst begann um 10.oo Uhr und dauerte ca. zwei Stunden.
Das Brautpaar sah die ganze Zeit gar nicht so glücklich aus, aber das lag entweder daran das sie die Hochzeit nicht wollten, da es in Indien noch Zwangsheirat gibt oder weil sie einfach sehr angespannt waren.


Das Brautpaar wurde von Bischof Vincent getraut. Er wurde von 12 Pfarrern begleitet.
Was für ein riesen Aufgebot, aber für Indien ganz normal. Bei der Trauung wurden keine Ringe getauscht, sondern der Mann übereichte seiner Zukünftigen eine Goldkette. Es gab natürlich auch
keinen  Hochzeitskuss. :)



Achja, der Mann neben dem Bischof ist unser guter Msgr. Christudas.


Nach dem Gottesdienst ging die Hochzeitsgesellschaft zum Essen. Wir gingen mit den Pfarrern ins Pfarrhaus und aßen, zum ersten Mal in Gesellschaft Reis mit den Händen :)
 und von einem Bananenblatt.
Für uns gab es auch Fleisch und ein etwas pompöseres Essen, da wir mit den Geistlichen speisten.




Nun zum letzten großen und schönen Erlebnis in diesem ersten Monat…:)




Kanniyakumari, der südlichste Ort Indiens 


Los gings morgens um 8.3o Uhr mit einem Jeep in Richtung Kanniyakumari, mit John dem Driver, Markus und noch acht weiteren Personen von einer anderen Gemeinde die wir unterwegs einsammelten.
Und ja wir fuhren alle 12 Personen in einem Auto:) es war eng aber es ging.
Auf dem Weg nach Kanniyakumari machten wir noch einen Zwischenstopp an einem künstlich angelegten Wasserfall. Dort badeten und duschten die Menschen mit einer Freude. Sie behielten natürlich ihre Kleider an. Das ist auch typisch für Indien, mit den Kleidern an öffentlichen Plätzen zu  baden und duschen egal ob es unter einem Wasserfall ist, in einem See/Fluss oder auch im Meer.


Auch Sara gönnte sich eine kleine Abkühlung mit der Reisegruppe:).


Neben dem Wasserfall, war auch noch ein kleiner Pool angelegt, dort konnte man für 3 Rupien schwimmen gehen.  Der Pool war aber leider ganz schön dreckig :).







 
Weiter gings dann zu einer rießigen Brücke die zwei Berge miteinander verband.
 Auf dem Weg dorthin aßen wir eine typisch Indische Zwischenmahlzeit, Mango mit Chili…. Nicht sehr lecker und empfehlenswert.
Ich hatte noch etwas Chilli am Finger und rieb mir damit aus versehen im Auge, aaaaaaah ich sag euch das brennt so was von, das hab ich noch niiie erlebt. 



Dort angekommen liefen wir auf die Brücke hinauf und hatten von dort einen wahnsinnig tollen Ausblick.
Da wir aber nicht so viel Zeit hatten konnten wir nicht auf die andere Seite laufen.

 Was mir gerade einfällt, wenn man hier Eintritt bezahlt, muss man fürs Fotografieren extra bezahlen, aber das taten wir nie und schossen immer in Deckung vor den Aufsehern ein paar Bilder:).






                                        Ausblick von der Brücke aus.



 Der letzte Zwischenstopp war eine Art Domizil für einen König. Er empfing dort Gäste von außerhalb und schaute sich das Pferderennen von oben aus an.
Hier bekamen wir eine sehr sehr kurze Führung auf Englisch.







 



Sara und Alfi bei der super Führung. :)














Nun war es so weit wir sahen DAS MEER :).
Wir sind also am südlichsten Punkt Indiens angekommen. Dort fließt das Arabische Meer, der indische Ozean und der Golf von Bengalen zusammen.







Wir fuhren zuerst mit einem Boot hinaus aufs Meer um einen kleinen Tempel zu besichtigen.
(In dem Boot waren sehr viele Schwimmweste, da viele der Inder nicht schwimmen können oder vor dem Wasser angst haben.)



 


Dann ging es weiter zu einer weiteren Insel auf der eine riesige Statue zusehen war, dort liefen wir die Statue hinauf und hatten einen tollen Ausblick über die Küste.










Und dann und dann….

 …tauchten wir zum ersten Mal unsere Füße in das kühle Nass. Es war herrlich ich wollte am liebsten einfach so hineinspringen, aber es ging ja leider nicht weil wir keine Wechselkleider dabei hatten.
So was wie Wechselkleider interessierte die Inder nicht, die sprangen einfach so in voller Montur ins Wasser und hatten einen Spaß dabei. :)
 


 Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang ansehen, doch es war leider zu wolkig. .








Also machten wir viele tolle, lustige Bilder und schlenderten über den kleinen Markt der neben dem Strand war.

















In diesem Moment kann ich über Indien sagen, dass es freundlich/herzlich ist, (da man hier überall herzlich empfangen wird und jeder Zeit für einen Tee hat und niemand gestresst wirkt) dass es bunt ist ( durch die vielen Früchte und verschieden farbige Kleider ), dass es laut ist ( da immer und überall Musik läuft und die Busse hier andauernd hupen), dass es dreckig ist (da ja jeder seinen Müller hinwirft) und das es auf jeden fall eine Reise wert ist da es so komplett anders ist wie bei uns. :)
 

So meine lieben Leser ihr habt es geschafft, dies waren meine ersten Eindrücke und Erlebnisse hier in Indien :)

Ich meld mich bald wieder, wirklich ;)


Bis bald ♥
Eure Sarah