Am 21. Oktober klingelte um ca. 8.oo Uhr morgens mein Handy und der liebe Msrg. Christudas war dran.
Er sagt wir könnten heute Abend nach Ernakulam fahren und da solange bleiben wie wir wollen, er anrangiert alles :)( das tut er übrigens immer).
Also ging es am 21. Oktober um 21.oo Uhr los in Richtung Ernakulam.
Nach eines sehr wilden und auch schnellen sechs stündigen Fahrt, mit Driver John, kamen wir völlig müde, fertig aber auch gespannt in unserem Hostel an.
Wir bezogen ein sehr sauberes, schönes und klimatisiertes Zimmer.
Nach ein paar Stunden Schlaf starteten wir den Tag mit einem Frühstück in der Mensa.
Dann ging es mit der Rikscha nach Kochi zur Besichtigungstour :)
Ein Highlight des Tages, außer das tolle Meer und Kochi war, dass wir das erste Mal alleine Essen gingen :) Dort gab es dann lecker Paratta mit Chicken oder für Sara nur Gemüse, da Sara ein Indienvegetarier geworden ist :) Dazu -ihr werdet es nicht glauben: FRISCH GEPRESSTN ORANGENSAFT. Ich dachte das kann man nicht mehr Toppen, doch dann entdeckten wir ein kleines KAFFEE, wo es dann, wie es in einem Kaffe halt so üblich ist, lecker lecker Kaffee gab, ala Starbucks. Seit nun fast einem Monat war das der erster Kaffee mit lecker Chocobrownies. Wir waren überglücklich :)Und abends gings dann noch zu einer Kathakali- Aufführung, es ist ein Tanzdrama aus Kerala das nur von Männern aufgeführt wird. Dabei werden Hände und Gesicht der Tänzer geschminkt, wobei jede Farbe eine andere Bedeutung hat. So ist z.B. grün die Farbe der Götter- und Heldenfiguren.
Sie tragen weite Reifröcke und drücken dem Ablauf des Spiels mittels Mimik, Gestik und Körperbewegung aus. Dies wird noch mit lauten Trommelklängen untermalt. Dabei wird nichts gesprochen sondern nur 400 verschieden Ausdrucksmöglichkeiten eingesetzt.
Am nächsten Tag fuhr uns der Rikscha Driver 3,5 Stunden durch einen wunderbaren Wald mit vielen Palmen und anderen Bäumen zu einem riesigen Wasserfall. Während der Fahrt wurden wir so was von durchgeschüttelt, dass war vllt. ein Spaß :). Dort angekommen sahen wir unsere ersten freien Äffchen. Hier fühlte ich mich nicht so sehr wie ein Tourist, da die Inder selbst dahin kommen um den Wasserfall zu besichtigen. Also waren wir da einfach zwei unter vielen Touris:)
Wir legten an diesem Tag 130 km zurück und brauchten dazu ca. 7 Stunden. Ihr könnt euch dann mal vorstellen wie schnell so eine Rikscha fährt.:)
Der letzte Tag des kleinen Trips, diesmal mit dem Taxi, führte uns zum Guruvayoor Tempel, wo zwar nur Hindus Eintritt in die Mitte des Tempels hatten, aber die anderen Besucher konnten die Außenanlage und die heiligen Elefanten besichtigen.
Es war brühend heiß an diesem Tag und auch sehr viel los und Sara und ich wussten nicht so recht, was wir tun durften oder was verboten war. Nach langem hin- und herirren fanden wir das ersehnte Schild auf dem Stand das man das Tempelherz als nicht Hindu nicht betreten durfte und dies dann auch nur barfuss, was erklärte warum zig Schuhe überall herumlagen. Es stand auch noch darauf das, dass Fotografieren strickt verboten ist,…. Ehm nunja ich würde mal sagen zu späääät :)
Weiter ging es dann zu einem Elefantenzoo, wo es wie der Name schon sagt ganz ganz viele Elefanten zu sehen gibt.Dort sah man große und kleine Elefanten, Elefanten die aßen, die schliefen, die lachten und wir sahen sogar ein Elefant wie er gerade gewaschen wurde. Er lag ganz entspannt da und lies sich mit der Bürste den Rücken schruppen und als die Pfleger hopp riefen stand er auf. J
Da wir in Begleitung unseres Fahrers den vorgeschriebenen Weg verließen, kamen wir den Elefanten sehr nah. Sara war ihnen sogar so nahe das sie dort in Elefantensch**** lief :) :) Musste ich lachen :) :)
Wieder im Hostel angekommen verspürten wir Hunger, da den ganzen Tag keine Zeit für Essen blieb. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg um ein kleines Restaurant zu finden in dem wir unser Lieblingsessen Paratta bekamen.
Da es ein bisschen mulmig zu mute war, da wir das erste Mal in einer fremden Stadt allein unterwegs sind gingen wir gleich ins erste hinein. Wir hatten Glück und so aß jeder von uns seine letzte Portion, zumindest wieder für eine Weile, von unserem Lieblingsessen.
Da bis jetzt alles so super lief wurden wir mutiger und wollten nun auch auf den kleinen Markt den wir beim herfahren entdeckt hatten.
Wir suchten also den Rikschafahrer der uns auch schon an den ersten zwei Tagen chauffiert hatte. Ok, gesucht und gefunden, kein Problem.
Doch hatte ich erwähnt, dass dieser kein Wort Englisch verstand sondern nur Malayalam sprach? Ihr könnt euch also vorstellen was für kleinere und auch größere Probleme das schon bei den zwei Tagestouren gab, aber ihm zu erklären das wir jetzt so spät am Abend noch auf einen Markt wollten um ein bisschen einzukaufen das erforderte große Anstrengungskraft und Kreativität.
Nachdem ich ihm mit Händen und Füßen unseren Wunsch verdeutlichen wollte und er mich immer noch irritiert ansah zückte ich Stift und Papier und zeichnete ihm einen Marktstand und Obst.
Wer meine künstlerischen Talente kennt, weiß dass das die Verständigung nicht gerade erleichterte, denn Sara war kurz vor einem mega Lachanfall und der Fahrer sah noch irritierte aus. Ich hatte schon fast aufgegeben als ein Mann kam und fragte ob er uns helfen konnte. Wir erklärten das Problem und er managte das für uns. Ja warum denn nicht gleich so? :)
So waren Sara und ich also das erste Mal alleine auf einem Markt, wir waren überglücklich, da wir seit einem Monat nicht mehr allein irgendwo waren, sondern immer von Schwester, Pfarrern oder Fahrern umgeben waren. Was ja und sonst auch nicht gestört hatte ganz im Gegenteil, aber hier alleine so über den Markt zu schlendern und Obst und Süßigkeiten zukaufen, das war schon ein tolles Gefühl.
Zum Abschluss unserer Reise schauten wir uns noch die Rainbowbridge an und naschten unsere ersten selbstgekauften Süßis :).
Morgens um 5.oo Uhr gings es dann schon wieder zurück, diesmal aber mit dem Zug, d.h. fünf Stunden in einem überfüllten Zug fahren, indem andauernd Chaia, Chaia, Chaia oder Coffee, Coffe, Coffe gerufen wurde. UND DAS MORGENS UM 5 !!!!
Da ich aber noch so beflügelt und glücklich über unsere gelungene Reise war, machte mir das alles gar nicht so viel aus und über die Getränkeverkäufer konnte ich auch irgendwann lachen. :)
Zum Abschluss kann ich sagen es war ein toller Trip!
Bis bald ♥
Eure Sarah















Oh manoman... ich musste jetzt echt loslachen.:) Ich kanns mir so vorstellen wie du dem was malst und er noch weniger versteht was du willst. :)
AntwortenLöschenSuper super schoen was du alles erlebst.
Ja aber das du Sara ausgelacht hast wegen der Elefantensch... finde ich nicht nett. Das macht man nicht.
Ich bin in gedanken bei euch doedels :)